Wann ist die beste Zeit für Hochzeitsportraits?

Fotografie, das ist malen mit Licht. Das geht aber schlecht im Sommer wenn die Mittagssonne ungefiltert auf uns runter knallt.

Meine Brautpaare fragen mich immer wieder, wann die beste Zeit für die Hochzeitsportraits sei. Viele wollen die Portraits mittags zwischen Trauung und Kaffee machen, weil es zu dieser Zeit vom Timing am besten in den Ablauf passt. Dann kann ich auch verstehen. Es gibt aber auch den Spruch „von 11 bis 3 hat der Fotograf frei“ - und da ist was Wahres dran. Mittags brennt die Sonne wie Bunsen am Himmel und beschert uns die oft gehassten Schatten und fiesen Highlights, die weder für die People- noch Landschaftsfotografie von Vorteil sind. Geblendet von der Sonne kneift man die Augen zusammen und es bilden sich lange Schatten unter der Nase. 

In diesem Fall gehe ich dann meistes in den Schatten oder wie bei der Hochzeit von Maria und Michael zwischen Bäume, falls vorhanden. Da kann man schon auch Hochzeitsportraits machen, doch das reflektierte Sonnenlicht der Blätter wirft grünes Licht auf die Haut und sieht nicht gut aus.

Sobald sich die Sonne dem Horizont nähert wird das Licht magisch. Man spricht von der "Goldenen Stunde" und als Hochzeitsfotograf hat man plötzlich ganz andere Möglichkeiten. Man kann mit dem Licht spielen und schöne "Lens Flares" lassen sich kreativ einsetzen. Das dauert vielleicht 15 bis maximal 20 Minuten, dann ist der Zauber vorbei. In dieser Zeit sollte man die Portraits machen, wenn irgendwie möglich. Am besten, man macht die Fotos direkt an der Hochzeitslocation um keine unnötige Zeit zu verlieren. 

Für die Hochzeitsfotos aus diesem Beispiel habe ich 10 Minuten gebraucht. Sowas kann man schnell mal zwischen Vorspeise und Hauptgericht einbauen. Das Brautpaar muss seine Hochzeitsgäste nicht lange alleine lassen und das Ergebnis spricht für sich selbst :)

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